Beiträge aus dem Jahr 2009

Feuerwehrwallfahrt  Kamp – Bornhofen 2009

 

Der große Stellenwert der Feuerwehrwallfahrt in der Flößer- und Schiffergemeinde wurde gestern wieder deutlich, als nicht nur zahlreiche Feuerwehrkameraden dieses mittlerweile traditionelle Ereignis miterleben
wollten. Auch viele Bürger sowie hohe politische Funktionsträger zollten durch ihre Teilnahme an der 7. Feuerwehrwallfahrt den Wehrleuten Respekt und Anerkennung.

Der Einladung der Franziskaner des Klosters Bornhofen, des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz sowie der Feuerwehren aus Bad Honnef, Lahnstein und Kamp-Bornhofen waren die Wehren der Nachbargemeinden
und auch unter anderem aus Niederlützingen, Boppard und Spay gefolgt. Wie in den vergangenen Jahren starteten die Wallfahrer an der Kapelle „Salve“. „Der Glaubensweg ist eine ständige Pilgerschaft“, machte der Guardian des Klosters, Pater Roger Cicholaz, in seiner Begrüßung deutlich.

Unter den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzig führte die Prozession durch die Marienstraße zum Wallfahrtskloster Bornhofen, wo zunächst das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bad
Honnef gesegnet wurde. Prall gefüllt war die Pilgerhalle zum Hochamt, das von Domkapitular Dr. Johannes zu Eltz zelebriert wurde. Trotz zahlreicher anderer Termine nahm daran auch Innenminister Karl Peter Bruch als Chef der Feuerwehren im Land teil und sprach zu den Teilnehmern. „Wir fragen uns, ob unseren Wehren genügend Ausrüstung für ihre Einsätze zur Verfügung stehen. Viel wichtiger jedoch ist die Frage, ob wir uns genug um die Menschen kümmern, die sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren betätigen“, machte der
Innenminister deutlich. Daher sei er dankbar, dass eine solche Wallfahrt gemeinsam gegangen werden kann, so Bruch weiter.

Domkapitular Dr. zu Eltz betonte, dass der Dienst am Nächsten Dienst an Gott sei, ein Dienst, der die Wehrleute bereichere, aber auch gefährlich werden könne. Weiter machte der hohe Geistliche klar, dass keiner Spuren im Leben hinterlasse, der nur auf sich selbst bedacht sei und keine Nächstenliebe, kein Gewicht im Leben habe. „Der Mensch, der sich nur selber produziert, gerät unweigerlich in einen Daseinskampf, den niemand gewinnen kann“, sagt der Kirchenmann weiter. Daher sei es wichtig, den Mitmenschen zu achten und anzuerkennen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Einsegnung der neuen Fahnen der Feuerwehren Miellen, Kamp-Bornhofen und des Landesfeuerwehrverbandes. An Erinnerung an die Anfänge der Wallfahrt und deren Gründer wurde eine neue Gedenktafel von Domkapitular Dr. zu Eltz eingeweiht.

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Otto Fürst, betonte die Bedeutung des Treffens, das für viele Gelegenheit zur Besinnung biete, ehe die Kameraden die Wallfahrt im Pfarrgarten ausklingen ließen.

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