Histrorie der FF Niederluetzingen 2

 

Aber trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen erfolgte bereits im Verlaufe des Jahres 1947 die Neukonstituierung der Feuerwehr Niederlützingen. Neben dem zum Wehrführer gewähltem Lambert Domenichini und seinem Stellvertreter Josef Fink gehörten Sepp Schmitz , Richard Gondert , Jakob Seul , Johannes Hoß , Walfried Schmitz , Toni Schmitz , Alois Schmitz ,Karl Görgen und Heinrich Stein der Wehr an.

Bild : Nach einer Monatsübung in den 50er Jahren. Da man noch kein Fahrzeug hatte , wurden die Gerätschaften auf einem Traktoranhänger transportiert.

Diese zum Teil noch sehr jungen Männer , hatten maßgeblichen Anteil daran , dass in Niederlützingen der Brandschutz wieder gesichert wurde. Durch regelmäßige Übungen wurde die Einsatzbereitschaft erhöht. Ihr Können mussten die Wehrleute bei mehreren Einsätzen in den Jahren 1947 und 1948 auch alsbald unter Beweiß stellen.

Wichtig für die Schlagkraft einer Feuerwehr sind regelmäßige Übungen. Hierzu trafen sich die Aktiven einmal pro Monat und zwar am frühen Sonntagmorgen. Da bei den Wehrleuten seit jeher auch das Gesellige gepflegt wurde , konnte es durchaus passieren , das diese Übungen durch besondere “ Löscheinsätze “ ergänzt wurden , die bis in den Nachmittag dauerten.

Bild : Die Aktiven der Wehr präsentieren sich im März 1961 stolz mit dem neuen Feuerwehrwagen.

Da , wie erwähnt , in den Kriegswirren ein beträchtlicher Teil der Gerätschaften abhanden gekommen oder unbrauchbar geworden war , mussten in den Nachkriegsjahren neue Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden. Durch das “ Gesetz über das Brandschutzwesen“ des Landes Rheinland – Pfalz vom 11. Mai 1949 wurde der Feuerschutz neu organisiert. In Ausführung dieses Gesetzes verbesserte sich auch die Schlagkraft der Niederlützinger Wehr. Man erhielt eine neue Handpumpe , neues Schlauchmaterial und eine Schlauchkarre. Die 50er Jahre standen im Zeichen eines gezielten Ausbaues der Schlagkraft der Wehr. 1958 konnte die erste Motorpumpe , eine “ TS4-Magirus“ , in Dienst gestellt werden.

Auch der Personalbestand der Wehr veränderte sich in dieser Zeit. Da der bisherige Wehrführer , Lambert Domenichini , der 1950 aus Niederlützingen wegzog , wurde Josef Fink neuer Wehrführer. Karl Görgen übernahm das Amt des Stellvertreters. 1961 trat Josef Fink als Wehrführer zurück. Sein Nachfolger wurde Jakob Paulsen , der seit 1958 bereits stellvertretender Wehrführer gewesen war.

Neuer Stellvertreter wurde Karl Stein. 1964 übernahm dann Karl Stein das Amt des Niederlützinger Wehrführers , Willi Engels wurde stellvertretender Wehrführer.

Das Jahr 1961 bildetet einen Meilenstein in der Historie der hiesigen Feuerwehr , denn die Gemeinde Niederlützingen schaffte das erste Feuerwehrauto an. Mit diesem Fahrzeug – es war ein VW Bus , der mit einer Tragkraftspritze ausgestattet war – erhöhte sich natürlich die Einsatzbereitschaft der Wehr enorm.

Bild : Die FFW Niederlützingen im Jahr 1964. Mit dabei auch die beiden Gründer Johann Schäfer (links ) und Josef Schlaf.